Ein ‚Loch im Zahn‘ entsteht nicht von einem Moment auf den anderen. Der Prozess beginnt meist deutlich früher.
In der Plaque auf der Zahnoberfläche leben Bakterien. Wenn wir bestimmte Kohlenhydrate zu uns nehmen, können diese Bakterien daraus Säuren bilden.
Durch das saure Milieu verliert der Zahnschmelz Mineralstoffe. Das nennt man Demineralisation.
Speichel und Fluorid können zugleich den gegenteiligen Prozess unterstützen: den Wiedereinbau von Mineralstoffen. Das nennt man Remineralisation.
An der Zahnoberfläche findet also ständig ein Gleichgewicht statt: ⚖️ Mineralverlust und ⚖️ Mineralrückgewinnung.
Wenn über längere Zeit der Mineralverlust überwiegt, kann Karies entstehen.
Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle: 🍬 Ernährung, ⏱️ Häufigkeit des Zuckerkonsums, 🪥 Mundhygiene, 💧 Speichelmenge, 🦷 Eigenschaften der Zahnoberfläche und 🧴 Verfügbarkeit von Fluorid.
👉 Karies bedeutet also nicht einfach ‚viel Zucker = Loch im Zahn‘. Es ist ein komplexer Prozess.
Und noch interessanter: Eine sehr frühe Veränderung bedeutet nicht zwingend, dass sofort gebohrt werden muss.
Darum geht es im nächsten Teil.