31. Teil

Krebserkrankungen und Mundpflege – warum braucht sie besondere Aufmerksamkeit? 🎗️🦷

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Bei der Behandlung einer Krebserkrankung stehen natürlich die Grunderkrankung und ihre Therapie im Mittelpunkt. Mundpflege bleibt dennoch wichtig.

Bestimmte Krebstherapien können auch die Mundhöhle beeinflussen. Möglich sind zum Beispiel 💧 Mundtrockenheit, 😣 empfindliche oder schmerzhafte Mundschleimhaut, 👅 Geschmacksveränderungen, 🩸 in manchen Fällen erhöhte Blutungsneigung und 🦠 eine größere Infektionsanfälligkeit.

Nicht jeder hat dieselben Beschwerden, und auch die Art der Behandlung spielt eine Rolle.

👉 Deshalb sollte der Zahnarzt genau wissen, welche Krebstherapie du erhältst und welche Medikamente du bekommst.

Wenn es vor Behandlungsbeginn möglich ist und die onkologische Versorgung es zulässt, kann eine zahnärztliche Bestandsaufnahme in vielen Fällen sinnvoll sein.

Die tägliche Reinigung erfordert dann oft besondere Schonung: 🪥 eine weiche Zahnbürste, 🧴 geeignete fluoridhaltige Zahnpasta, 💧 bei Bedarf Maßnahmen gegen Mundtrockenheit und eine an den individuellen Zustand angepasste Zahnzwischenraumreinigung.

Ist die Mundschleimhaut sehr empfindlich, wund oder schmerzhaft, solltest du nicht wahllos mit starken Mundspülungen oder Hausmitteln zur ‚Desinfektion‘ experimentieren.

Die Mundpflege sollte in dieser Situation an die Empfehlungen des behandelnden Arztes und des Zahnarztes angepasst werden.

Und ganz wichtig: 👉 Medikamente oder eine Krebstherapie niemals aus zahnärztlichen Gründen eigenmächtig verändern.

Das Ziel ist nicht, dem Patienten noch eine weitere Aufgabe aufzubürden, sondern möglichst zu verhindern, dass in einer ohnehin schwierigen Zeit ein zusätzliches vermeidbares Problem in der Mundhöhle entsteht.

Im nächsten Teil geht es um Autoimmunerkrankungen und Mundgesundheit.

ℹ️ Die Serie dient der verständlichen allgemeinen Patienteninformation. Sie ersetzt keine persönliche zahnärztliche Untersuchung, Diagnose oder individuelle Behandlungsplanung.