Ein Wassertank, eine schmale Düse und ein überraschend kräftiger Wasserstrahl.
Das ist die Munddusche, auch oraler Irrigator genannt.
Viele mögen sie, weil die Anwendung unkompliziert wirkt, die Bereiche um die Zähne angenehm ‚durchspült‘ werden und es tatsächlich Situationen gibt, in denen sie eine sinnvolle Ergänzung der Mundpflege sein kann.
Beginnen wir aber mit dem Wichtigsten:
👉 Eine Munddusche ersetzt das Zähneputzen nicht.
Die Aufgabe der Zahnbürste bleibt, Plaque mechanisch von den Zahnoberflächen zu entfernen.
Und auch Zahnseide oder Interdentalbürsten werden durch eine Munddusche nicht in jedem Fall ersetzt.
Warum?
Weil Plaque, die an den Wänden der Zahnzwischenräume haftet, häufig mechanisch entfernt werden muss – die passende Reinigungshilfe muss die Zahnoberfläche also tatsächlich berühren.
💦 Wozu ist die Munddusche dann gut?
In bestimmten Situationen kann sie sehr praktisch sein.
Zum Beispiel rund um eine Zahnspange, an bestimmten Bereichen von Brücken und Zahnersatz, an schwer erreichbaren Stellen oder bei Menschen, denen bestimmte manuelle Hilfsmittel zur Zahnzwischenraumreinigung schwerfallen.
Der Wasserstrahl kann helfen, lose Speisereste zu entfernen und schwer zugängliche Bereiche auszuspülen.
Man muss sie allerdings nicht wie einen Hochdruckreiniger verwenden. 😄
👉 Beginne mit einer niedrigen Stufe und verwende nur so viel Druck, wie angenehm ist.
Wenn dein Zahnfleisch regelmäßig blutet, schmerzt oder geschwollen ist, sollte das Ziel nicht sein, es mit immer stärkerem Wasserstrahl ‚sauber zu bekommen‘.
Dann muss die Ursache geklärt werden.
Eine Munddusche kann also eine sehr gute Ergänzung sein – besonders dann, wenn du weißt, welche Aufgabe sie hat.
🪥 Zahnbürste – bleibt.
🧵 Zahnzwischenraumreinigung – bleibt je nach Bedarf.
💦 Munddusche – kann zusätzliche Hilfe bieten.
👉 Sie ist keine komplette Mundpflege in einem Wassertank. 😄
Damit sind wir am Ende der ersten 30 Teile angekommen – aber die Geschichte eines gesunden Lächelns ist natürlich noch lange nicht zu Ende. 🦷💛