Kurz gesagt
Wenn Sie zu Panikattacken neigen, hilft vor allem Planung: Auslöser, Stoppsignal, Pausen und Kommunikation sollten vor Behandlungsbeginn vereinbart werden.
Wichtig zu wissen
- Kontrollverlust, Liegeposition, Geräusche, Nadeln oder Ungewissheit können eine Panikreaktion verstärken.
- Langsames Atmen durch die Nase und das Fokussieren auf einen einfachen äußeren Reiz kann manchen helfen, aber keine Technik wirkt bei allen.
- Ein vereinbartes Stoppsignal gibt dem Patienten eine reale Möglichkeit, die Behandlung jederzeit zu unterbrechen.
- Regelmäßig verordnete Medikamente gegen Angst sollten nicht eigenmächtig verändert werden; der Zahnarzt muss sie kennen.
Was können Sie selbst tun?
Wählen Sie möglichst einen Termin ohne Zeitdruck. Sagen Sie bei der Ankunft nochmals, dass Sie zu Panik neigen, und vereinbaren Sie in den ersten Minuten Stoppsignal und Tempo.
Sprechen Sie Ihre Angst bereits bei der Terminvereinbarung an. Sie können ein Stoppsignal, kurze Pausen und schrittweise Erklärungen vereinbaren.
Wann ist besonders schnelle Hilfe nötig?
Neue Brustschmerzen, Ohnmacht, anhaltende Atemnot oder ungewöhnliche neurologische Symptome dürfen nicht automatisch als Panik interpretiert werden und können eine dringende medizinische Abklärung erfordern.