Kurz gesagt
In der Zahnmedizin werden verschiedene Techniken der Lokalanästhesie eingesetzt. Entscheidend sind nicht nur der Name des Wirkstoffs, sondern Behandlungsgebiet, Eingriff und Gesundheitszustand.
Wichtig zu wissen
- Oberflächenanästhetika betäuben die Schleimhaut oberflächlich, zum Beispiel vor einer Injektion.
- Bei der Infiltrationsanästhesie wird das Mittel in die Nähe des zu behandelnden Zahns oder Gewebes gegeben.
- Bei der Leitungsanästhesie erfolgt die Injektion in die Nähe eines größeren Nervenastes; dadurch kann ein größeres Gebiet taub werden.
- Manche Präparate enthalten einen Vasokonstriktor, der die Wirkung verlängern und Blutung vermindern kann; bei bestimmten Erkrankungen und Medikamenten wird dies individuell abgewogen.
Was können Sie selbst tun?
Nennen Sie alle Medikamente, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, frühere Reaktionen auf Betäubungen und bekannte Allergien. Beschreiben Sie möglichst genau, was bei einer früheren Reaktion passiert ist.
Sprechen Sie Ihre Angst bereits bei der Terminvereinbarung an. Sie können ein Stoppsignal, kurze Pausen und schrittweise Erklärungen vereinbaren.
Wann ist besonders schnelle Hilfe nötig?
Nach einer früheren echten Anaphylaxie oder einer ungeklärten schweren Reaktion kann vor der nächsten Lokalanästhesie eine gezielte medizinische/allergologische Abklärung sinnvoll sein.