Kurz gesagt
Das Präparat, die Dosis oder die Dauer können ungeeignet sein, Symptome können verdeckt werden, Nebenwirkungen sind möglich und unnötige Einnahme fördert Antibiotikaresistenzen.
Wichtig zu wissen
- Bei den meisten pulpa- und periapikal bedingten Zahnschmerzen ist die zahnärztliche Behandlung die wichtigste Therapie – nicht das Antibiotikum.
- Antibiotika können bei sich ausbreitender Infektion, Fieber, schlechtem Allgemeinzustand oder anderer systemischer Beteiligung nötig sein; die Entscheidung trifft Arzt oder Zahnarzt.
- Bei einem Abszess ist die Behandlung der Ursache – etwa Drainage, Wurzelkanalbehandlung oder Extraktion – häufig entscheidend.
- Beginnen Sie keine übrig gebliebenen Antibiotika eigenmächtig und nehmen Sie keine Medikamente, die einer anderen Person verschrieben wurden.
Was können Sie selbst tun?
Lassen Sie Zahnschmerzen oder Schwellung zahnärztlich untersuchen. Bei rasch zunehmender Schwellung, Fieber, deutlicher Allgemeinverschlechterung sowie Schluck- oder Atemproblemen ist dringende Hilfe nötig.
Sagen Sie es ruhig offen. Sie müssen sich dafür nicht entschuldigen und auch nicht „tapfer durchhalten“. Sie können um verständliche Erklärungen, vereinbarte Pausen und ein Stoppsignal bitten.
Wann sollte man auf jeden Fall einen Termin vereinbaren?
Wenn Beschwerden anhalten, wiederkehren oder zunehmen oder wenn Schwellung, Blutung, Fieber, Gefühlsstörung oder andere ungewöhnliche Symptome hinzukommen, sollte die Ursache zahnärztlich abgeklärt werden.