Kurz gesagt
Informieren Sie sowohl Ihr onkologisches Behandlungsteam als auch Ihren Zahnarzt. Viele zahnärztliche Maßnahmen sind auch während einer laufenden Therapie möglich, die Planung muss jedoch individuell an Behandlung, Blutbild und Infektionsrisiko angepasst werden.
Wichtig zu wissen
- Informieren Sie sowohl Ihr onkologisches Behandlungsteam als auch Ihren Zahnarzt. Viele zahnärztliche Maßnahmen sind auch während einer laufenden Therapie möglich, die Planung muss jedoch individuell an Behandlung, Blutbild und Infektionsrisiko angepasst werden.
- Allgemeinerkrankungen und Medikamente können für die Zahnbehandlung wichtig sein – etwa wegen Blutungsrisiko, Infektionsrisiko, Wundheilung oder Wechselwirkungen.
- Bringen Sie eine aktuelle Medikamentenliste mit und nennen Sie auch Spritzen, Infusionen, Bedarfsmedikamente und kürzlich beendete Therapien.
- Regelmäßig verordnete Medikamente dürfen wegen einer Zahnbehandlung nicht eigenmächtig abgesetzt, reduziert oder verschoben werden.
- Bei komplexen Erkrankungen kann eine Abstimmung zwischen Zahnarzt und behandelndem Arzt oder Facharzt notwendig sein.
Was können Sie selbst tun?
Bringen Sie eine genaue Liste der onkologischen Therapie und Medikamente mit und nennen Sie den Zeitpunkt der letzten bzw. nächsten Behandlung. Vor zahnärztlichen Eingriffen sollten Onkologe/Facharzt und Zahnarzt die Planung abstimmen; viele Behandlungen sind auch während der Therapie möglich, die zeitliche Planung ist jedoch individuell.
Sagen Sie es ruhig offen. Sie müssen sich dafür nicht entschuldigen und auch nicht „tapfer durchhalten“. Sie können um verständliche Erklärungen, vereinbarte Pausen und ein Stoppsignal bitten.
Wann sollte man auf jeden Fall einen Termin vereinbaren?
Wenn Beschwerden anhalten, wiederkehren oder zunehmen oder wenn Schwellung, Blutung, Fieber, Gefühlsstörung oder andere ungewöhnliche Symptome hinzukommen, sollte die Ursache zahnärztlich abgeklärt werden.