Kurz gesagt
Unter bestimmten Medikamenten, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen, kann das Risiko einer seltenen, aber schweren Heilungsstörung des Kieferknochens erhöht sein. Nennen Sie Ihrem Zahnarzt daher immer das genaue Medikament.
Wichtig zu wissen
- Unter Bisphosphonaten, Denosumab und einigen weiteren knochenwirksamen Medikamenten kann selten eine medikamentenassoziierte Kiefernekrose (MRONJ) auftreten.
- Das Risiko ist bei höher dosierter bzw. häufigerer antiresorptiver Therapie wegen einer Krebserkrankung im Allgemeinen höher als bei üblicher Osteoporosebehandlung.
- Vor Extraktionen und anderen knocheninvasiven Eingriffen sollte der Zahnarzt Wirkstoff, Dosis, Applikationsart, Behandlungsgrund und Therapiedauer kennen.
- Das Medikament nicht eigenmächtig absetzen oder verschieben. Eine Therapiepause ist keine automatische Standardmaßnahme; bei Bedarf entscheiden behandelnder Facharzt und Zahnarzt gemeinsam.
Was können Sie selbst tun?
Bringen Sie eine genaue Medikamentenliste mit und nennen Sie Dauer, Dosis und Grund der Behandlung. Vor einer Extraktion keine Dosis eigenmächtig auslassen.
Sagen Sie es ruhig offen. Sie müssen sich dafür nicht entschuldigen und auch nicht „tapfer durchhalten“. Sie können um verständliche Erklärungen, vereinbarte Pausen und ein Stoppsignal bitten.
Wann sollte man auf jeden Fall einen Termin vereinbaren?
Wenn Beschwerden anhalten, wiederkehren oder zunehmen oder wenn Schwellung, Blutung, Fieber, Gefühlsstörung oder andere ungewöhnliche Symptome hinzukommen, sollte die Ursache zahnärztlich abgeklärt werden.