„Das ist doch nur ein Milchzahn. Der fällt sowieso aus.“
Es gibt wohl kaum einen Satz, der über Milchzähne häufiger gesagt wurde. 😄
Aber:
👉 MYTHOS: Milchzähne müssen genauso ernst genommen werden.
Es stimmt, dass Milchzähne mit der Zeit auf natürliche Weise ausfallen und durch bleibende Zähne ersetzt werden.
Bis dahin haben sie aber noch jahrelang wichtige Aufgaben.
Milchzähne helfen:
🍎 beim richtigen Kauen,
🗣️ bei der Sprachentwicklung,
😁 beim Erscheinungsbild von Lächeln und Gesicht,
🦷 und sie halten Platz für die später kommenden bleibenden Zähne.
Ein kariöser Milchzahn kann genauso weh tun wie ein bleibender Zahn.
Karies kann tiefer fortschreiten, der Zahnnerv kann sich entzünden, und es können Infektionen und Schwellungen entstehen.
Und besonders wichtig:
👉 Wenn ein Milchzahn deutlich zu früh verloren geht, kann das den späteren Zahnwechsel und den verfügbaren Platz für die bleibenden Zähne beeinflussen.
Deshalb ist „Der fällt schon irgendwann aus“ keine gute Strategie.
Vielleicht fällt er tatsächlich aus – aber möglicherweise erst in zwei oder drei Jahren. 😄
Vorbeugung beginnt schon mit dem Durchbruch des ersten Zahns.
🪥 regelmäßiges Zähneputzen,
🧴 altersgerechte fluoridhaltige Zahnpasta,
🍬 weniger häufige Zuckerzufuhr,
🦷 und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen.
Beim Zähneputzen brauchen Kinder lange Zeit Hilfe oder Kontrolle durch Erwachsene, weil die nötige Feinmotorik nicht von heute auf morgen entsteht.
👉 Ein Milchzahn ist kein „Wegwerf-Zahn“.
Er hat wichtige Aufgaben, bis seine natürliche Zeit zum Abschied gekommen ist.
Urteil: MYTHOS. ❌
Im nächsten Teil nehmen wir einen weiteren häufigen Satz unter die Lupe:
„Ein wurzelbehandelter Zahn ist ein toter Zahn.“
Stimmt das wirklich? 🤔