Weiße Zähne = gesunde Zähne.
Auf den ersten Blick wirkt das völlig logisch.
Auch in der Werbung strahlt jedes „gesunde“ Lächeln fast schon im Dunkeln. 😄
Doch die Wirklichkeit ist differenzierter.
👉 MYTHOS: Die Zahnfarbe allein sagt nicht aus, ob ein Zahn gesund ist.
Die natürliche Zahnfarbe ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Bei manchen ist sie heller, bei anderen etwas gelblicher – beide können völlig gesunde Zähne haben.
Die Zahnfarbe wird unter anderem beeinflusst von der Dicke und Transparenz des Zahnschmelzes, dem Farbton des darunterliegenden Dentins, dem Alter und verschiedenen äußeren Verfärbungen.
Und umgekehrt:
Ein schöner heller Zahn muss nicht automatisch problemlos sein.
Es kann zum Beispiel vorhanden sein:
🦷 beginnende Karies zwischen den Zähnen,
🦷 ein Problem unter oder neben einer alten Füllung,
🩸 Zahnfleischentzündung oder Parodontalerkrankung,
oder eine andere Veränderung, die man im Spiegel allein nicht erkennt.
Darum schaut der Zahnarzt nicht nur:
„Schön weiß? Dann ist alles gut.“ 😄
Beurteilt werden können die Zahnoberflächen, das Zahnfleisch, vorhandene Füllungen und Zahnersatz, der Biss und – wenn nötig – auch Röntgenaufnahmen.
Bleaching ist außerdem eine ästhetische Behandlung.
Es kann die Zähne heller machen, heilt aber keine Karies und behandelt keine Zahnfleischerkrankung.
Deshalb ist es sinnvoll, vor einer Zahnaufhellung zahnärztlich zu prüfen, ob Zähne und Zahnfleisch dafür in einem geeigneten Zustand sind.
👉 Ein schönes weißes Lächeln kann gesund sein – aber Weißsein ist kein Gesundheitszertifikat.
Urteil: MYTHOS. ❌
Im nächsten Teil kommt ein Satz, den wahrscheinlich jeder Zahnarzt schon gehört hat:
„Aber Herr/Frau Doktor, mir tut doch gar nichts weh!“ 😄